Weitere Fördermittel

Neben der institutionellen und Projektförderung des Kulturraumes Vogtland-Zwickau gibt es noch weitere Fördermöglichkeiten, die kulturelle Bildung als Förderspektrum beinhalten. Dazu zählen:

Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung

Rechtliche Grundlage "Richtlinie zur Förderung von außerschulischen Maßnahmen, insbesondere der kulturellen Bildung, für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Bündnissen für Bildung" vom 10.05.2012
Gegenstand der Förderung Das BMBF will außerschulische Bildungsmaßnahmen, insbesondere auf dem Gebiet der kultu-rellen Bildung, fördern und so bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützen. Diese Bildungsmaßnahmen sollen von zivilgesellschaftlichen Akteuren, d.h. Vereinen, Verbänden und Initiativen erbracht werden, die sich vor Ort in Bündnissen für Bildung zusammenschließen. Neben der konkreten Unterstützung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher ist ein weiteres Ziel der Förderung durch das BMBF ist die Entwicklung tragfähiger bürgerschaftlicher Netzwerke, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen ergänzend zur Arbeit der Schulen Verantwortung für die Bildung der jungen Generation übernehmen.       Zu förderungswürdigen Maßnahmen auf lokaler Ebene gehören beispielsweise:
- Kurse, Seminare und Veranstaltungen (einmalig oder regelmäßig),
- Kinder- und Jugendfreizeiten, Ferienakademien (mehrtägig),
- Patenschafts- und Mentorenprogramme
Zuwendungsempfänger 1.) Als Erstzuwendungsempfänger waren in 2012 bundesweit tätige Verbände und bundesländerübergreifend tätige Initiativen mit Kompetenzen und Erfahrungen in der außerschulischen Bildung antragsberechtigt. 35 Verbände / Initiativen erhielten den Zuschlag.  

2.) Seit 2013 können lokale Bündnisspartner über die jeweiligen Ausschreibungen der ausgewählten Verbände Fördermittel beantragen.

Antragsverfahren

Aktuell können lokale Bündnisse (mind. 3 Partner) bei den meisten Verbänden, z.B. BKJ (Programm "Künste öffnen Welten") oder dem BBK (Programm "Kunst im Bündnis") in Antragstellung gehen. Dazu gibt es bei den Verbänden ausführliche Informationen und Antragshinweise. Die Antragsfristen von ganzjähriger Antragstellung bis 1-2 Antragsfristen pro Jahr unterscheiden sich bei den einzelnen Verbänden. 

Weitere Informationen unter: Alle beteiligten Verbände / Initiativen mit Kurzkonzept finden Sie unter http://www.buendnisse-fuer-bildung.de/. Zur Antragstellung bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und dem Antragsformular für "Künste öffnen Welten. Leidenschaftlich lernen mit Kultureller Bildung" kommen Sie hier: www.bkj.de/foerderung-und-service/kuenste-oeffnen-welten.html


Ganztagsangebote

Rechtliche Grundlage
"Sächsische Ganztagsangebotsverordnung - SächsGTAVO" vom 28.4.2013 
Gegenstand der Förderung
Auf Grundlage dieser Verordnung erhalten ab dem Schuljahr 2013/14 sächsische Schulen, die Ganztagsangebote gestalten möchten, pauschalierte zweckgebundene Zuweisungen.

Förderfähig sind Ganztagsangebote im Rahmen einer von der Schule erarbeiteten pädagogischen Gesamtkonzeption. Ganztagsangebote sind unterrichtsergänzende Maßnahmen, insbesondere Arbeitsgemeinschaften und zusätzliche Förderangebote. Eine Schule mit Ganztagsangeboten ist eine Schule, an der
1. an mindestens drei Tagen in der Woche ein Angebot bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben
Zeitstunden umfasst,
2. ein Mittagessen bereitgestellt wird und
3. die Ganztagsangebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert und
durchgeführt werden und in einem engen konzeptionellen Zusammenhang mit dem Unterricht stehen.

Zuwendungsempfänger Schulträger und Schulfördervereine von Grundschulen, Mittelschulen, allgemeinbildenden Förderschulen und Gymnasien, einschließlich der Sekundarstufe II, in öffentlicher oder freier Trägerschaft.
Antragsverfahren Der Antrag ist schriftlich bis zum 28. Februar eines jeden Jahres für das folgende Schuljahr bei der Sächsischen Bildungsagentur zu stellen.
Weitere Informationen unter: www.sachsen-macht-schule.de/schule/1744.htm

Europäischer Sozialfonds

Rechtliche Grundlage „Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Förderung von aus dem Europäischen Sozialfond mitfinanzierten Projekten im Geschäftsbereich des SMK“ (SMK-ESF-Richtlinie) vom 13.06.2012  
Gegenstand der Förderung Es werden grundsätzlich Mittel für Projekte gewährt, die mittels neuer Lösungsansätze die beschäftigungspolitischen Ziele des ESF ergänzend unterstützen. Für Projekte aus des Kulturbereich kämen die Bereiche „Vorhaben zur Verbesserung des Schulerfolges“, „Komplexe schul- und schulartübergreifende Vorhaben mit Kooperationspartnern“, „Durchführung von Schülercamps“ und „Durchführung von Ferienakademien“ in Frage. Ziel dieser Projekte ist die Steigerung von Problemlösungskompetenzen, Kreativität, Lernmotivation, Lernpotenzial und Lernbereitschaft.
Zuwendungsempfänger - Träger öffentlicher und privater Schulen - Träger und Unternehmen (natürliche Personen oder Personenvereinigungen und juristische Personen)
Antragsverfahren Konkrete Projektvorschläge sind über die Kundenberatung der Sächsischen Aufbaubank Chemnitz (0371-4959950) einzureichen.
Weitere Informationen unter: www.esf-in-sachsen.de (unter Förderangebote -> Arbeit und Bildung ESF -> Förderangebote nach Zielgruppen)

Kulturstiftung des Bundes

Rechtliche Grundlage Fördergrundsätze der Kulturstiftung des Bundes für die Allgemeine Projektförderung (Geltung ab dem 13. Dezember 2008)
Gegenstand der Förderung Im Rahmen der Allgemeinen Projektförderung (offene Förderung) berücksichtigt die Kulturstiftung des Bundes alle Sparten. Die Allgemeine Projektförderung der Stiftung zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht auf die Förderung einer bestimmten Sparte oder eines bestimmten Themas festgelegt ist. Es sind große, innovative Projekte im internationalen Kontext, die hier berücksichtigt werden können. Für eine Reihe von Kunstsparten finanziert die Stiftung besondere Fonds: Tanz, Theater, Literatur, bildende Kunst, Soziokultur, Film. Sie wirken ergänzend zur Arbeit der offenen Förderung (Allgemeine Projektförderung), die ebenfalls Anträge in diesen Sparten entgegennimmt.
Zuwendungsempfänger Die Kulturstiftung des Bundes kann Förderungen an Institutionen im In- und Ausland gewähren. Die Rechtsform einer Antrag stellenden Institution (z.B. Stiftung, Verein, öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Körperschaft) ist für die Entscheidung über die Förderung unerheblich. Die Kulturstiftung des Bundes fördert in der Regel keine Projekte, die von Einzelpersonen bzw. nicht organisatorisch gefestigten Zusammenschlüssen einzelner Personen getragen werden.
Antragsverfahren Für die Förderanträge stellt die Kulturstiftung des Bundes auf ihrer Website Online-Formulare bereit. (Zu beachten ist in der Offenen Förderung eine Mindestantragssumme von 50.000 Euro sowie eine gesichertere Kofinanzierung von 20 % der Gesamtkosten.)
Weitere Informationen unter: www.kulturstiftung-des-bundes.de

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Rechtliche Grundlage Ziel der Förderung ist die „Entwicklung neuer künstlerischer Ausdrucksformen, die nachhaltige Vermittlung von Kunst und Kultur, die Förderung des künstlerischen Nachwuchses, die Pflege des kulturellen Erbes, sowie die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit“ (Förderrichtlinie vom 23. August 2004).
Gegenstand der Förderung Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert insbesondere Vorhaben im Bereich der Bildenden Kunst, der Darstellenden Kunst, des Films, der Literatur, der Musik und der Soziokultur sowie spartenübergreifende Vorhaben. Ziel der Förderung ist die Schaffung von Voraussetzungen zur freien Entfaltung von Kunst und Kultur, insbesondere durch die Entwicklung neuer künstlerischer Ausdrucksformen, die nachhaltige Vermittlung von Kunst und Kultur, die Förderung des künstlerischen Nachwuchses, die Pflege des kulturellen Erbes sowie die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit.
Zuwendungsempfänger Eine Projektförderung kann grundsätzlich jede natürliche oder juristische Person mit Wohnsitz oder Sitz im Freistaat Sachsen erhalten.
Antragsverfahren Die Frist zur Beantragung von Fördermitteln für Projekte, die in der Regel in der 1. Jahreshälfte des Folgejahres realisiert werden sollen, endet am 1. September. Für Projekte, die in der 2. Jahreshälfte umgesetzt werden sollen, endet die Frist mit dem 1. März des gleichen Jahres.
Weitere Informationen unter: http://www.kdfs.de/foerderung/

Fonds Soziokultur

Rechtliche Grundlage Förderrichtlinie des Fonds Soziokultur nach Maßgabe der Vorgaben der Kulturstiftung des Bundes (Zuwendungsgeber)
Gegenstand der Förderung Gefördert werden Vorhaben mit Modellcharakter. Also Projekte, die ein aktuelles gesellschaftliches Thema aufgreifen, die neue Praxis- und Aktionsformen in der Soziokultur erproben, die den Austausch und die Integration fördern oder die - mit den Mitteln der Kunst und Kultur - neue Formen der Bürgerbeteiligung in der Stadt, der Gemeinde, im Viertel umsetzen. Kurz: Projekte, die andere Akteuren und Einrichtungen als Beispiel dienen können. Es können auch größere Projekte unterstützt werden, die aufgrund ihrer Konzeption und ihres Umfanges eine längerfristige (mehrjährige) Zeitplanung erfordern. Voraussetzung für solche Förderungen ist, dass die Vorhaben besonderen qualitativen Ansprüchen genügen und geeignet sind, die Bedeutung der Soziokultur für das Leben in der Öffentlichkeit darzustellen.
Zuwendungsempfänger Der Fonds Soziokultur unterstützt vorrangig freie Träger der Kulturarbeit (Vereine, Initiativen). Das Kuratorium empfiehlt allen Antragstellern, ihren Förderungsantrag auf dem entsprechenden Vordruck des Fonds zu formulieren, der über die Geschäftsstelle oder über die Internet-Adresse bezogen werden kann.
Antragsverfahren Anträge auf Projektförderungen können zweimal im Jahr beim Fonds Soziokultur eingereicht werden:

1. Mai
Dieser Termin ist für Projekte vorgesehen, die im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres beginnen sollen. Die Projekte müssen nicht bis zum 31.12. des Jahres abgeschlossen sein, sondern können auch im nachfolgenden Jahr weitergeführt werden.

1. November
Bis (spätestens) zu diesem Termin sollten Anträge für Projekte eingereicht werden, die im ersten Halbjahr des Folgejahres beginnen sollen.
Weitere Informationen unter: http://www.fonds-soziokultur.de/html/sozioset.html

Auch andere Stiftungen zeigen ein großen Engagement im kulturellen Bildungsbereich. Folgende Stiftungen sind besonders bezüglich einer Projektförderung zu empfehlen: Robert Bosch Stiftung, Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland, Körber-Stiftung, PwC-Stiftung (PriceWaterHouseCoopers), Stiftung Mercator, Stiftung Genshagen, Bertelsmann Stiftung etc. Die zur Projektidee passende Stiftung finden ist nicht immer leicht, wenn man bedenkt, dass es über 12.000 Stiftungen in Deutschland gibt. Unter www.stiftungsindex.de kann man fündig werden und recherchieren, welche Stiftung zu einer Projektidee passt.


Richtlinie zur Stärkung der kulturellen Bildung

Rechtliche Grundlage Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zur Förderung der Arbeit an Musikschulen und über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Stärkung der Kulturellen Bildung im Freistaat Sachsen (FörderRL Musikschulen/Kulturelle Bildung) vom 13.11.2013 in der Fassung vom 04.09.2015
Gegenstand der Förderung Gefördert werden Maßnahmen auf dem Gebiet der kulturellen Bildung, die der Stärkung der Koordination, Vernetzung und Evaluation von Angeboten in den Kulturräumen dienen oder von überregionaler Bedeutung sind. Dazu zählen insbesondere: a) Projekte zur Etablierung und Qualifizierung der Schnittsstellenfunktion der Kulturraumsekretariate als Mittler zwischen Anbietern und Nutzern von Maßnahmen zur kulturellen Bildung, b) Modellprojekte auf dem Gebiet der kulturellen Bildung, die eine praxisorientierte Betätigung von Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben und c) Kooperationsprojekte und entsprechende Veranstaltungen, die für die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen im Freistaat Sachsen bedeutsam sind.
Zuwendungsempfänger Kulturräume, Landkreise, Gemeinden und juristische Personen des Privatrechts, die gemeinnützige Ziele verfolgen und ihren Sitz im Freistaat Sachsen haben.
Antragsverfahren Der Antrag auf Förderung ist bis zum 30. November eines jeden Jahres für das folgende Jahr an das SMWK zu richten.
Weitere Informationen unter: http://www.smwk.sachsen.de/1306.html

Kulturstaatsministerin fördert Modellprojekte der Kulturellen Bildung

Noch mehr Menschen mit Kunst und Kultur vertraut zu machen, ist ein besonderes Anliegen der Bundesregierung. Deshalb fördert die Kulturstaatsministerin zahlreiche Projekte und Initiativen, die sich der kulturellen Bildungsarbeit widmen. Voraussetzung ist, dass diese Projekte zu eigener Aktivität anregen, nachhaltig und innovativ sind und dabei vor allem diejenigen in den Blick nehmen, die bislang kaum oder wenig von den Angeboten der öffentlich geförderten Kultureinrichtungen Gebrauch machen. Informationen zum Thema "Kulturelle Bildung", zum Förderprogramm "Kultur für alle" oder zur Verleihung des BKM-Preises Kulturelle Bildung finden Sie unter http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragterfuerKulturundMedien/kultur/kulturelleBildung/_node.html

Stiftungen suchen

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat eine kostenlose Suchmaschine für Stiftungen mit erweiterten Filtern und in neuem Layout vorgestellt. Die Stiftungssuche enthält Informationen zu den ca. 8.300 deutschen Stiftungen, deren Internetadresse der Dachverband kennt und die an einer Befragung teilgenommen haben. Die Stiftungssuche informiert über Namen, Anschrift, Zweck und Internetseite der Stiftung. Zu den möglichen Förderkriterien zählen Stichwörter, regionale Zuordnung und die Verwirklichungsart (fördernd oder operativ). Stiftungen, bei denen keine Anträge möglich sind, können von vornherein ausgeschlossen werden.

Weitere Informationen: http://www.stiftungen.org/index.php?id=1092

 


Neben der Förderung von Vorhaben über den Kulturraum Vogtland-Zwickau und den hier abgebildeten Fördermöglichkeiten im Bereich der Kulturellen Bildung gibt es auch bei den Kommunen und Landkreisen Fördertöpfe, so z.B. beim jeweiligen Kultur-, Jugend- oder Sozialamt. Die Ausführung sämtlicher Förderrichtlinien würde an dieser Stelle jedoch zu weit führen. Daher sind diese bei Bedarf beim jeweiligem Amt zu ermitteln.

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